Das Auge isst mit. Auch beim Hausverkauf. Wer potentiellen Käufern Appetit auf die eigenen vier Wände machen möchte, sollte deshalb dafür sorgen, dass der optische Eindruck stimmt. Wie Sterneköche, die raffinierte Kompositionen so ansprechend anrichten, dass dem Gast das Wasser im Munde zusammenläuft, verstehen es sogenannte Home Stager, eine Immobilie gewinnbringend aufzupeppen. Ihre gekonnten Verschönerungsmaßnahmen resultieren nämlich in einem höheren Verkaufspreis und einer kürzeren Verkaufszeit.

In den USA ist Home Staging schon längst ein unverzichtbarer Bestandteil des Vermarktungsprozesses einer Immobilie. Inzwischen ist die Welle auch zu uns herübergeschwappt. Das Versprechen, das Home Stager Eigentümern machen, lösen sie auch ein: Nachdem sie Hand an ein Haus oder eine Wohnung angelegt haben, verkauft sich die Immobilie schnell zu einem guten Preis.

Denn wie beim Essen und in der Liebe ist es auch bei Immobilien der erste Eindruck, der zählt. Home Stager analysieren schon bei der ersten Besichtigung eines Objekts, wo dessen Vorzüge und Schwachstellen liegen – um sie am Ende zu betonen bzw. abzuschwächen. Mitunter braucht es dafür ein wenig Fantasie, wenn ein Haus nicht nur seit Ewigkeiten nicht mehr renoviert wurde, sondern noch dazu mit allerlei Nippes und dunklen Schrankwänden zugestellt ist.

Schritt eins lautet daher: Putzen und Ausmisten. Bei Bedarf raten Home Stager sogar dazu, vorhandene Möbel einzulagern oder unmoderne Küchen- und Sanitär-Elemente zu entfernen. Sogar vor dem Garten machen Home Stager beim Aufpolieren nicht halt, denn sie wissen, dass insbesondere Frauen bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen, wenn die Beete hübsch gejätet sind und kein Hälmchen Unkraut weit und breit das Auge trübt. Hier machen sich die Home Stager eine Beobachtung von erfahrenen Maklern zunutze: Die Ehefrauen haben beim Hauskauf in der Regel das letzte Wort.

Und weil Liebe auch im übertragenen Sinn durch den Magen geht und das Auge, wie gesagt, mitisst, folgt nach dem Entrümpeln Schritt Nummer zwei. Neben den duftenden Rosen, die die Käufer in spe im Vorgarten willkommen heißen, darf es auch im Inneren der Immobilie an einer einladenden Atmosphäre nicht fehlen. Home Stager arbeiten mit dem gezielten Einsatz von Licht, Farbe, Einrichtungsgegenständen und Bodenbelägen, um Haus oder Wohnung perfekt in Szene zu setzen.

Auch im Exposé macht die bühnenreife Präsentation einen entscheidenden Unterschied. Schon auf den ersten Blick im Online-Portal verlieben sich die ersten Interessenten, wenn ein warmer Lichtstrahl auf hochwertiges Echtholzparkett fällt oder das satte Grün einer Zimmerpflanze den perfekten Kontrast zu glänzend-neuen Küchenarmaturen bildet. Aus einem Objekt unter vielen wird auf diese Weise „das Objekt der Begierde“.

Was für seriöse Home Stager ebenso wie für Profi-Makler jedoch ein absolutes No-Go ist, ist das Verschweigen von Mängeln. Das könnte nämlich nach hinten losgehen und in einer unschönen Rückabwicklung für den Eigentümer enden. Das Kaschieren von Schwachstellen ist zwar erlaubt und macht auch Sinn, weil sie dadurch optisch weniger ins Gewicht fallen, dennoch müssen sie kommuniziert werden.

Am Ende bleibt dank Home Staging für Sie höchstens noch eines zu tun: dem neuen Eigentümer Brot und Salz zu überreichen.

Sie möchten Ihre Immobilie ins rechte Licht setzen, um sie schneller und besser zu verkaufen? Wir wissen, worauf es beim Home Staging ankommt.

 

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99 %

99 Prozent der Menschen in Deutschland sind beim Wohnen zwei Dinge besonders wichtig. 1. Behaglichkeit und Wohngefühl; und 2. Lage und Umgebung. So das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 2.100 Bundesbürgern durch interhyp. 85 Prozent sind auch mit der Behaglichkeit und dem Wohngefühl ihres Hauses, beziehungsweise ihrer Wohnung, zufrieden, 84 Prozent auch mit der Lage und Umgebung ihrer Immobilie.

 

Für 96 Prozent spielt die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten eine Rolle und 79 Prozent sind damit auch zufrieden. Nähe zur Natur und einen schönen Blick aus dem Fenster wünschen sich 94 Prozent. Während hier 84 Prozent mit der Nähe ihrer Wohnung zur Natur zufrieden sind, genießen 70 Prozent den Blick aus ihrem Fenster. Ebenso kommt es 91 Prozent auf die Nachbarschaft an. Und 71 Prozent der Bundesbürger haben auch ein gutes Verhältnis zu ihren Nachbarn.

 

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Egal, ob ein Haus verkauft oder eine Wohnung vermietet werden soll: Der Energieausweis ist Pflicht. Spätestens beim Besichtigungstermin muss er vorliegen. Fehlt er oder wird gegen die gesetzlichen Vorgaben verstoßen, droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro. Folgendes gilt beim Energieausweis zu beachten.

Der Energieausweis ist quasi der Steckbrief des Energiestandards eines Hauses. Er zeigt an, wie viel Energie das Haus verbraucht. Damit es auch für Laien einfach und verständlich bleibt, gibt es die Energieeffizienzklassen. Klasse A+ zeigt einen sehr guten, sparsamen Verbrauchswert. Die unterste Klasse H dagegen bedeutet einen sehr hohen Energieverbrauch. Zusätzlich beinhaltet der Energieausweis auch allgemeine Daten zum Gebäude, wie das Baujahr des Hauses und die Art der Heizung, also beispielsweise Öl oder Gas.

Zu beachten ist, dass es zwei Arten von Energieausweisen gibt: den Bedarfsausweis und den Verbrauchsausweis. Um sich den Unterschied zu merken, hilft eine kleine Eselsbrücke: Der Bedarfsausweis bedarf einer Berechnung. Das heißt, ihm liegen keine Verbrauchswerte zu Grunde. Zum Beispiel bei Neubauprojekten trifft das zu. Hier muss schon während der Planung des Hauses der zukünftige Energieverbrauch mit einer komplexen Methode berechnet werden. In diese Berechnung fließen alle Faktoren ein, die die Immobilie betreffen, wie zum Beispiel die Dämmung der Außenwand, die Energieklassen der Fenster, die Heizungstechnik sowie Lage und Bauform des Gebäudes. Damit die Energiewerte von Gebäuden objektiv vergleichbar werden, ist die theoretische Grundlage der Berechnung immer gleich. Dennoch sind die Ergebnisse nur Näherungswerte. Denn Faktoren wie das eigene Heizverhalten oder der typische Energieverbrauch eines Haushalts können nicht mit in die Berechnung einbezogen werden.

Die realen Verbrauchswerte richten sich natürlich stets nach den individuellen Vorlieben der Mitglieder des Haushalts. Duschen einige Haushaltsmitglieder gern länger und fühlen sich nur bei gemütlichen 24 Grad Celsius wohl, so haben diese natürlich eine schlechtere Energiebilanz als jene, die es vielleicht gern frisch mögen und gerne auf dem Sofa mit einem dicken Pullover und zwei Decken sitzen. Der Verbrauchsausweis dagegen stellt den tatsächlichen Energieverbrauch eines Hauses dar. Denn hier wird der reale Verbrauch gemessen, indem die Zahlen der Heizung und der Warmwasserbereitung herangezogen werden. Meistens dienen die Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre als Grundlage für die Berechnung.

Bei der Erstellung ist aber Vorsicht geboten. Bei günstigen Angeboten, zum Beispiel im Internet, ist die Qualität oft mangelhaft. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, lässt sich am besten von einem Experten beraten. Immobilienprofis wissen durch ihre langjährige Erfahrung, wer einen geeigneten Energieausweis erstellen kann. In der Regel sind das qualifizierte und zugelassene Fachleute wie Architekten, Ingenieure, Handwerksmeister mit entsprechender Zusatzausbildung oder Energieberater. Hierbei sollte auf die Unabhängigkeit der Berater geachtet werden.

Haben Sie Fragen zum Energieausweis? Lassen Sie sich von unseren Experten beraten.

 

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