Studien belegen: Ein Großteil der Immobilieneigentümer schätzt den Wert der eigenen Immobilie zu hoch ein. Das wird spätestens dann problematisch, wenn es in die Preisverhandlungen geht. Denn ein zu hoher Preis führt zu langen Verkaufsprozessen. Am Ende wird die Immobilie dann oft unter Wert verkauft. Wir zeigen, wie Sie zum passenden Preis verkaufen.

Bevor es in die Preisverhandlungen geht, ist es für Immobilieneigentümer wichtig, ihre Immobilie und deren Wert genau zu kennen. Viele Eigentümer gehen mit der Einstellung, man müsse einen Spielraum für Verhandlungen lassen in den Verkauf. Immobilienexperten raten davon in der Regel ab. Denn Käufer sind durchschnittlich über ein Jahr damit beschäftigt, nach der passenden Immobilie zu suchen. Sie kennen den Markt also sehr gut und erkennen schnell, wenn der Preis für eine Immobilie zu hoch angesetzt ist. Interessieren sie sich trotz abschreckend hohem Preis für die Immobilie, werden sie spätestens bei der Besichtigung versuchen, den Preis herunterzuhandeln.

Um eine präzise Werteinschätzung zu erhalten, ist es für Verkäufer ratsam, sich an einen Makler oder anderen Immobilienexperten zu wenden. Dieser ist mit dem lokalen Markt vertraut und zieht außerdem auch individuelle Merkmale der Immobilie in seine Bewertung mit ein.

Wenn es in die Preisverhandlung geht, ist es entscheidend, dass auch Schwachstellen kommuniziert werden. Es muss klar werden, dass diese bereits in den angegebenen Preis mit einberechnet wurden. Sonst nutzen Kaufinteressenten sie, um den Verkaufspreis zu drücken.

Meist bietet es sich an, den Makler die Preisverhandlungen führen zu lassen. Dieser ist zum einen in solchen Gesprächen erprobt, zum anderen hat er das nötige Know-How, um Fragen der Käufer gezielt zu beantworten. Profimakler wissen genau, wie sie die Interessen beider Parteien miteinander vereinen können. Außerdem sind sie anders als der Verkäufer unvoreingenommen, da sie keine emotionale Verbindung zur Immobilie haben.

Eine Alternative zum klassischen Inserat kann übrigens das Bieterverfahren sein. Hier wird ein Mindestpreis vorgegeben, Bieter entscheiden dann selbst, wie viel sie für die Immobilie bereit sind zu zahlen. Diese Art der Preisfindung ist besonders in Gebieten, in denen Immobilien stark nachgefragt sind lohnenswert.

Sind mehrere Interessenten vorhanden, kann es auch unabhängig vom Bieterverfahren dazu kommen, dass diese von sich aus ein höheres Angebot machen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Das ist rechtlich vollkommen in Ordnung. Wichtig ist nur, dass Sie die Angebote genau prüfen. Denn nichts ist ärgerlicher, als sich für einen Interessenten zu entscheiden, der am Ende keine Finanzierung von der Bank erhält.

Sie wissen nicht, wie viel Ihre Immobilie wert ist oder brauchen Unterstützung bei den Preisverhandlungen? Kontaktieren Sie uns jetzt ganz unverbindlich. Wir helfen Ihnen gerne.

 

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Mit wenigen Besichtigungsterminen zum Traumkäufer? Immobilienverkäufer, die ihre Zielgruppe kennen, verkaufen deutlich schneller. Doch wie findet man raus, wer wirklich zur Immobilie passt und schafft es genau diese Zielgruppe anzusprechen?

Wenn Eigentümer ihre Immobilie blind mit ein paar Fotos auf einem der bekannten Immobilienportale hochladen, geht das schnell nach hinten los. Entweder es melden sich zu viele Interessenten oder zu wenige. Der richtige Käufer ist nicht dabei oder geht in der Masse unter. Die Folgen sind Besichtigungstourismus und Preisverhandlungen, die den Verkaufsprozess unnötig in die Länge ziehen. Deshalb ist es oft hilfreich, sich an einen Makler zu wenden, der genau weiß, wie ein Verkäufer seine Zielgruppe definieren muss. Dabei stellt er unter anderem folgende Fragen:

  • Für welche Zielgruppe hat die Immobilie die optimale Größe?
  • Wer passt in die Nachbarschaft?
  • Welches Budget müssen die Käufer mitbringen?

Eine 70 Quadratmeterwohnung im Mehrfamilienhaus ohne Schule und Kindergarten in der Nähe dafür aber direkt an der Autobahn, ist für die junge Familie vermutlich nicht so interessant. Für den Berufseinsteiger hingegen könnte diese Wohnung perfekt sein.

Im Kopf entsteht so nach und nach das Bild des Traumkäufers. Kriterien wie die Herkunft, der Beruf oder das Alter dürfen dabei jedoch keine Rolle spielen. Auch wenn Sie wissen, dass ihre Wohnung im 5. Stock für Rentner sicherlich eher ungeeignet ist, sollten sie diese Zielgruppe im Exposé und Inserat nicht von vornherein ausschließen.

Sinnvoller ist es, alle Informationen offen darzulegen. So erkennen Kaufinteressenten selbst, ob die Immobilie für sie passend ist oder nicht. Dabei sollten auch Mängel klar genannt werden. So kommen Kaufinteressenten nicht auf die Idee, diese zu nutzen, um den Preis später zu drücken.

Um Besichtigungstourismus vorzubeugen, bietet es sich außerdem an, die Interessenten einen Fragebogen ausfüllen zu lassen, bei dem sie ihre Kontaktdaten hinterlegen. Wer ernsthaft an der Immobilie interessiert ist, hat damit kein Problem. So erhalten Verkäufer nicht nur durch den Fragebogen wichtige Informationen zu ihren Kaufinteressenten, sondern sieben direkt die sogenannten Besichtigungstouristen aus.

Im Interessentenfragebogen kann abgefragt werden, wie viele Personen einziehen werden, wie der Kauf finanziert werden soll und wann die Interessenten planen einzuziehen. Interessenten, die sich noch keine Gedanken zur Finanzierung gemacht haben, können so direkt ausgeschlossen werden. Gleiches gilt für Interessenten, die einen viel zu frühen Einzugstermin anstreben.

Sie haben Fragen, wie Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen? Kontaktieren Sie uns. Gerne bewerten wir Ihre Immobilie.

 

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